Weiterführende Inhalte

Verteilung der Treibhaus-Emissionen der memo AG im Jahr 2018.

Entwicklung der CO2e-Emissionen Heizung der memo AG.

Stromverbrauch der memo AG 2014-2018.

Entwicklung der CO2e-Emissionen Strom der memo AG.

Wasserverbrauch der memo AG 2014-2018.

Standort & Ressourcen

Firmengebäude

Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren: Bei der memo AG stehen Klimaschutz-Maßnahmen seit dem Beginn der Geschäftstätigkeit im Fokus der Aktivitäten. Dabei steht die Vermeidung von schädlichen Treibhausgasen für uns stets an erster Stelle. Danach folgt, wo möglich, die weitestgehende Reduzierung und – erst als letzter Schritt – die Kompensation unvermeidbarer Schadstoffemissionen durch den Ankauf von Emissionsminderungs-Zertifikaten aus validierten Klimaschutzprojekten.

1995 zieht das stetig wachsende Unternehmen mit seinen inzwischen 60 Mitarbeitern auf die “grüne Wiese” in Greußenheim. Am Ortsrand der etwa 15 Kilometer von Würzburg entfernten Gemeinde entsteht zu dieser Zeit gerade ein neues Gewerbegebiet. Der ökologisch engagierte Bürgermeister des Ortes ist von den Bauplänen des nachhaltigen Versandhauses sofort begeistert: Als 1994 der Bau des neuen Firmengebäudes beginnt, darf memo die künftige Firmenadresse selbst festlegen. Da das Grundstück direkt an ein Biotop grenzt, liegt die schön klingende Adresse “Am Biotop” nahe.

Das neue Zuhause der memo AG wird nach modernsten gesundheitlichen und ökologischen Erkenntnissen geplant und gebaut. Ziel ist es, dass bei einem eventuellen Rück- oder Abbau keinerlei Schäden an Mensch und Umwelt entstehen. Das Haus verfügt über eine getrennte Brauchwasser-Anlage und ein Gründach.

Cafeteria

Die Räume sind mit Oberlichtern und großen Fensterflächen ausgestattet – eine flimmerfreie Vollspektrum-Beleuchtung, deren Energieverbrauch durch den Einsatz elektronischer Vorschaltgeräte um ca. 25 Prozent gesenkt wird, sorgt für angenehmes Licht. Der Lagerbereich ist mit einer bedarfs- und benutzerabhängigen, energiesparenden LED-Beleuchtung ausgestattet. Im ganzen Haus sind statt PVC-Rohren Gussrohre verlegt, auf Mineralfaserdämmstoffe wird verzichtet – stattdessen kommen für die Bürowände recycelte Papierfasern zum Einsatz. Die Fenster sind aus heimischen Hölzern gefertigt, die atmenden Parkettböden mit Wachs behandelt. Für die Wände wurden Naturfarben verwendet.

Sämtliche Büros sind mit ergonomischen Naturholzmöbeln aus dem eigenen Sortiment und speziell ausgesuchten Pflanzen ausgestattet, die nur das Arbeitsumfeld verschönern, sondern auch das Raumklima verbessern. So schafft die memo AG mitten im Grünen eine optimale und motivierende Arbeitsumgebung für alle Mitarbeiter.

Von der Cafeteria aus blicken die Mitarbeiter in ihren Pausen auf eine große Terrasse und den Naturgarten, der mit einheimischen Wildblumen, Sträuchern und Bäumen bepflanzt ist und vielen Lebewesen wertvollen Lebensraum bietet.

Seit Ende 2006 erfolgt die Raumwärmeerzeugung über eine firmeneigene Holz-Hackschnitzel-Heizanlage.
Die Hackschnitzel stammen aus regionalen Quellen, die im Rahmen von Durchforstungs- und Landschaftspflegemaßnahmen gewonnen werden. Durch die Inbetriebnahme der Heizung konnten wir insgesamt etwa 706 Tonnen CO2e-Emissionen einsparen. Die Restemissionen werden berechnet und durch Investitionen in anerkannte, ökologisch sinnvolle Klimaschutzprojekte kompensiert.

Holz-Hackschnitzel-Heizung

Seit 2001 bezieht die memo AG ihren Strom aus 100 Prozent regenerativen Energien. Hierbei achten wir darauf, dass deren Ausbau durch Investitionen in neue Öko-Kraftwerke gefördert wird. Durch den Bezug von Ökostrom können wir somit seitdem ca. 90 Prozent CO2-Emissionen einsparen.

Wasser wird bei der memo AG in erster Linie für die Sanitäranlagen und in der Cafeteria benötigt. Die Brauchwasserversorgung unserer Toiletten kann durch einen separaten Kreislauf aus der 15 m3 großen Regenwasserzisterne gesteuert werden. Ist nicht genügend Regenwasser vorhanden, schaltet die Anlage automatisch auf die Versorgung mit Stadtwasser um. Unser Wasserverbrauch ist generell relativ niedrig. Trotzdem achten wir selbstverständlich auch an dieser Stelle auf einen möglichst geringen Verbrauch, denn auch in unserer Region macht sich die Klimaveränderung u.a. durch eine zunehmende Trockenheit bemerkbar. In den letzten fünf Jahren lag unser Wasserverbrauch durchschnittlich bei 663 m3 und pro Mitarbeiter bei 6,1 m3.

Als ganzheitlich nachhaltiger Versandhandel wollen wir möglichst viele (potenzielle) Konsumenten über nachhaltige Produkte informieren und sie von bewusstem Konsum überzeugen. Dafür nutzen wir unterschiedliche Werbekanäle. Neben dem Internet sind das bei uns nach wie vor gedruckte Werbemedien, allen voran unsere Kataloge. Auch hier achten wir auf höchstmögliche Schonung von Ressourcen: Seit jeher werden alle memo Druckmedien auf 100 Prozent Recyclingpapier und bevorzugt mit mineralölfreien Farben gedruckt. Sowohl der Druck als auch der Versand erfolgen klimaneutral, indem wir die nicht vermeidbaren CO2-Emissionen durch Investitionen in anerkannte Klimaschutzprojekte, die wir sorgfältig auswählen, neutralisieren.

Im Jahr 2018 hat die memo AG knapp 447 t CO2e erzeugt. Seit dem Jahr 2008 konnten wir unsere Emissionen um 32 % senken. Unseren Zielwert von 525 t CO2e für das Jahr 2020 haben wir bereits jetzt erreicht. Allerdings hängt die Entwicklung der absoluten Emissionen auch von der geschäftlichen Entwicklung ab. Wirtschaftlicher Erfolg führt beispielsweise zu einem höheren Versandvolumen und damit implizit zu steigenden absoluten Emissionen beim Warenversand.


Partner der memo AG